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Automatische Läger mit Mehrfachtiefe


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Dieses Merkmal passt sowohl für Läger für schwere Lasten als auch für solche für leichte Lasten und wird zur Erhöhung der Lagerdichte angewandt. Bei Lägern mit Mehrfachtiefe können Ladeeinheiten vor andere, bereits im Lager eingelagerte Einheiten positioniert werden. Auf diese Weise wird die Tiefe der Gänge, die als Kanäle bezeichnet werden, genutzt, dabei kann die Bewirtschaftung der Ladeeinheiten je nach angewandter Lösung nach unterschiedlichen Logistiksystemen erfolgen. Im einzelnen erreicht man eine Verwaltung nach dem Logistikkonzept FIFO (First-In-First-Out) bei Durchlauflagersystemen und nach dem Logistikkonzept LIFO (Last-In-First-Out) im Falle von Einschubsystemen und von Satellitenlägern. Die Fälle von doppelter und dreifacher Tiefe sind Grenzfälle der eigentlichen Mehrfachtiefe, daher werden sie mit einfacheren Logiken verwaltet; die eigentliche Fälle von Mehrfachtiefe sind jene, wo jeder der Kanäle 4 bis 15 Ladeeinheiten enthalten kann. In diesen Fällen wird eine wirklich sehr hohe Lagerdichte erreicht, denn der nicht nutzbare Raum, d.h. der Gang für das Regalbediengerät beträgt nur einen geringen Prozentsatz im Verhältnis zum gesamten, für die Lagerung bestimmten Raum. Bei den Satellitenlägern ist jeder Regalkanal mit speziellen Führungen versehen, auf denen sich ein Satellitenfahrzeugbewegt, das vom Regalbediengerät in den betreffenden Kanal eingeführt wird: Das Satellitenfahrzeug fährt durch den Kanal bis zu dem Punkt, an dem es die Entnahme oder die Einlagerung der Ladeeinheit vornehmen soll. Zusätzlich zu den Satellitenlagersystemen und den oben genannten Durchlauf- bzw. Einschubsystemen, besitzt Armes durch seine Konzerntochter Promag auch ein spezielles Patent zur Realisierung von UPB-Lageranlagen: Das dynamische UPB-System (Under Pallet Base)erhält seinen Namen von speziellen, mit Rädern versehenen Untergestellen, mit denen jede Ladeeinheit ausgestattet wird. In jedem Kanal werden zwei Schienen angebracht, die zum Lagergang hin geneigt sind, und auf die das Regalbediengerät die UPB-Untergestelle hintereinander einschiebt (Push-Back-Logik). Wenn das Regalbediengerät das erste UPB aus dem Kanal entnimmt (LIFO-Prinzip), rücken die dahinter befindlichen Untergestelle durch die Schwerkraft zum Gang hin nach. Das UPB-System ist besonders dann geeignet, wenn spezielle Ladeeinheiten verwaltet werden müssen, wie beispielsweise Rollen, die mit herkömmlichen Systemen nur schwierig bewirtschaftet werden können. Bei den Systemen mit Mehrfachtiefe spielt die Steuerungs- und Überwachungssoftware eine ganz besonders wichtige Rolle, denn sie muss imstande sein, die Einlagerungen und Entnahmen zu optimieren, um unnütze Bewegungen durch interne Verschiebebewegungen zu vermeiden, damit man schnell zu den geforderten Ladeeinheiten gelangt.

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